Wichtellauf 2017 - eine Vor-Weihnachtliche Geschichte - für Insider

Zwei Jahre warten hatte ein Ende. Zwei Jahre dem Hohn und Spot ausgesetzt zu sein reichte.

Am 12.12.2017 sollte eine neue Zeit anbrechen und die Verhältnisse gerade gerückt werden.

Diese Geschichte ist etwas für Kenner mit dem Hang zum Schmunzeln..

Diese Weichnachtsgänse, diese Weihnachtsmänner der letzten zwei Jahre sollten es erleben...

 

Je näher der Tag rückte, umso intensiver wurden die Überlegungen, die Pläne, um zu verhindern, dass sich eine weihnachtliche Vorsehung im Kreis der großen Open-Sports Gemeinde erfüllen sollte.

Diie Gespräche, die Bildung von Gruppen "Gleichdenkender", das Entfachen intensiver Diskussionen über Regeln waren Vorboten für den wichtigsten Lauf zum Abschluss des Jahres.

Medaillen, Bestzeiten oder Plätze auf dem Podium bei Lauf- oder Triathlonveranstaltungen verlieren (beinahe) mit dem Open-Sports "Wichtellauf" ihren Stellenwert. Wer den Lauf gewinnt - wird geadelt! Man gelangt auf einen Thron. Der Vergleich zu einem Platz an Artus Rittertafel passt auch.

Ich wurde sogar von der Einteilung der Teams ausgeschlossen. Durfte keine Vorschläge zum Losvefahren machen. Nicht einmal ein Vetorecht wurde mir eingeräumt. Ausgegrenzt wurde ich. 2009 hatte ich den Wichtellauf ins Leben gerufen. 6 Jahre lang konnte ich die Fäden (erfolgreich) ziehen, doch vor zwei Jahren wurden mir aufgrund von Misstrauen die Fäden aus der Hand genommen und ich konnte nicht mehr gewinnen.

Der "Grinch" zum Wichtellauf war geboren und im Auge hatte ich nicht nur Cindy, sondern alle, die nicht in meinem Team sein würden.

Immer höher kochten die Kommentare im Whats App Chat vor dem Wichtellauf. Auch Gnome, die gar nicht mitlaufen wollten/konnten, mischten sich ein. Andere bekamen weiche Beine und wagten es nicht sich dem Lauf zu stellen. Die Spannung stieg und auch die Befürchtungen nahmen zu á la Harry Potter durch ein Los (durch einen Hut) in ein Team gewählt zu werden, in das man auf keinen Fall wollte ..nicht in meins... 

Das Losverfahren übernahm Bernd. Claudia zog die Lose und wurde für das Team "Claudia" gesetzt. Cindy wurde als Hoffnung für das andere Team auserkoren. Team Claudia oder Team Cindy?  Mein "Losglück" brachte mich in das Team Claudia. Sehr gut dachte ich und grinste mit zusammengekniffenen Augen!

Jede(r), der ins Team Cindy gelost wurde, erhielt Jubel, Aufschreie und Applaus. Diejenigen, die ins Team Claudia (zu mir) gelost wurden bekamen das Gefühl Trost zu erhalten. Ganz schlimm wurde es sogar durch Kirsten Aussage, als sie ins Team Claudia (also zu mir) ausgelost wurde und sagte: "oh nein, nicht zum Trainer". Öl auf die Vor-Siegesfreude des Teams Cindy.

Das Losverfahren ergab das Team Cindy, Karin, Ariane, Ramona, Meike, Kerstin, Oliver, Andy G., Stephan K. und Ingo.  Das Team Claudia, Sandra, Cynthia, Kirsten, Bernd, Curt, Stephan S., Philpp, Joachim und ich (der Grinch).

Die Auswahl der persönlichen Gegner(innen) verlief äußerst schnell, vermutlich durch die "Überheblichkeit" des Teams Cindy. Im Glauben des nicht zu nehmenden Erfolges wählten sie sich jemanden aus unserem Team. Das unbedingte Gefühl gewinnen zu wollen stieg in mir auf, als Cindy mich als Gegner auswählte. Cindy gab mir eine "zweite Chance" aufgrund des Laufes 2016. Na warte!

Bernd verkündete die Regeln und fragte mehrfach nach ob alle damit einverstanden sind. Dieses Lächeln in den Gesichtern des Teams Cindy war schrecklich. Natürlich war alles klar. Selbstverständlich! Gab es Probleme? Wurde unser Team überhaupt ernst genommen ...

Entscheident für die gelaufene Distanz waren die beiden Uhren von Ingo und Bernd. Die einzigen Vertrauenspersonen. Sie erhielten zwei Mützen, damit sie als Schlussläufer in den beiden Teams erkennbar sind. Die weiteren Regeln werden hier nicht preisgegeben, denn die sollte jeder einmal selbst erleben.

Beide Teams liefen sich getrennt warm. Gelegenheit, um sich über die Taktik abzusprechen. Unsere einzige Chance war ein perfektes Team zu bilden.

5 Min vor dem Start bildete das Team Cindy sogar noch einen Kreis und feuerten sich überschwenglich an. Wir dagegen zogen uns zu letzten, taktischen Anweisungen zurück, damit wir noch fester an unsere winzige Erfolgschance glauben konnten. Lasst die anderen ruhig feiern, wir waren bereit - so unser Motto.

Der Start erfolgte. Die Teams trennten sich. Wir (Team Claudia) liefen von der ersten Sekunde an wie ein Uhrwerk. Die Aufgaben klappten. Die Harmonie sensationell. Taktisch einwandfrei ohne Fehler. Das Tempo um die Alster nahm mehr und mehr zu ohne die Harmonie und den Zusammenhalt im Team zu verlieren. 3 km waren geschafft - es wurde hart. Das Tempo Richtung 4:30 min/km gezogen. Nach 500 m bis zur Brücke - noch einmal eine Tempoerhöhung.

Brücke erreicht - Team Cindy noch nicht zu sehen. Wir liefen langsam weiter (=Auslaufen, Cool Down) bis das Team Cindy auch endlich kam!

Team Claudia - mir mir - hatte gewonnen. War es das Entsetzen in den Augen von Cindys Team? War es die Erschöpfung? War es die totale Überraschung, über das was gerade geschehen war? War es schon die Suche nach Erklärungen oder die Suche nach Tricks unseres Teams?

Endlich! Zwei Jahre waren vergessen. Der gemeinsame Lauf zurück zum Start war ein Genuss.

Bei anschließendem Glühwein, Keksen und Kuchen wurde auf einen tollen Wichtellauf 2017 angestoßen. Es hat allen einen riesigen Spaß gemacht und nachher beim roten, warmen Tropfen machte sich eine tolle, vorweihnachtliche Atmosphäre breit.

Ganz herzlichen Dank an Bernd, Ariane für den Glühwein. Danke an Ramona, Kerstin für die Kekse und den Kuchen.

 

 

 

 

Kommentare  

 
#1 Cynthia 2017-12-17 14:32
Toller Bericht! Ich habe an uns als Team nie wirklich gezweifelt. Nur kurz an mich selbst, denn ich bin um mein Leben gelaufen! Ich wollte nicht der Grund sein weshalb wir es nicht gewinnen. Wenn ich vorher gewusst hätte dass wir nur um die halbe Alster laufen müssten, wäre ich noch zuversichtliche r gewesen dass es ein gutes Ende hätte.
 

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