MTB-Wochenende: Blaue Flecken, Glücksgefühle und gute Aussichten für 2014

mtb sameberg 201301033. Oktober 2013, 16.00 Uhr: Silvi, Katja, Uwe, Andi G., Bernd und ich (Jana) stehen nach zehnstündiger Fahrt vor unserem Hotel "Zur Post" in Törwang am Samerberg.

Kurze Zeit später kommt es zu einem herzlichen Wiedersehen mit unseren "Ex-Hamburgern" und Open-Sports Mitgliedern Jasmin und Markus, die aus Würzburg/Stuttgart angereist sind.

Den Gedanken, MTB-Wochenenden als Sportreisen über Open-Sports anzubieten, hat Uwe schon länger.

 

pfeilNun werden wir diesen Gedanken als "Testgruppe" praktisch umsetzen: vor uns liegen ereignisreiche Tage, die -wie oftmals bei Erlebnissen- nur ansatzweise in Worte gefasst werden können... .

Am nächsten Morgen lernen wir unseren Guide Michi Meier von "Fahrtwind" kennen. Eines vorneweg: Michi erweist sich während der gesamten Tage als ein erfahrener Guide, der sowohl "blutige Anfänger" als auch "alte Hasen" gut einschätzt, ihnen individuelle Aufgaben stellt, immer wieder unterstützt und ermutigt. Einen ganz herzlichen Dank an Dich, Michi!

Solltet ihr irgendwann mal Mountainbiker sehen, die wie erstarrt auf ihrem Rad an einer Bretterwand, an einem Baum o.ä. stehen, bestenfalls noch mit Blick auf ihr Vorderrad ... keine Sorge, es ist alles in Ordnung! Beschriebenes gehört zu den grundliegende Techniken, die wir am ersten Tag vermittelt bekamen und uns ein erstes Gefühl für das Bike vermittelten sollten. Kopf steuert Gesamtbewegung, Neutralstellung, Bremsen, Schwerpunktverlagerung nach hinten bei steilen Abfahrten, Traktion bergaufwärts. Beim gemütlichen gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag ausklingen und unterhielten uns noch lange über erste blaue Flecke und die Erkenntnis, dass manche Übungen schon viel Überwindung und mehrmalige Anläufe benötigen.

Nach einer kurzen Technikwiederholung ließ uns Michi am zweiten Tag Erfahrungen beim Fahren eines Rundkurses über feuchte Baumwurzeln sammeln. Bei den ersten Versuchen musste ich mehrmals absteigen und niemals hätte ich gedacht, dass dieser Rundkurs so anstrengend ist! Regenschauer erhöhten den fahrtechnischen Anspruch weiterer Stationen, zu denen wir fuhren. Leider blieben kleine Stürze nicht aus. Nach dem Mittagessen auf der Käsalm lernten wir den "Bikepark" kennen. Jeder von uns konnte nach Lust und Fähigkeiten das Fahren von Kurven, Pumpjumps abschließend der Freeride-Hauptstrecke ausprobieren. Anstrengend und nicht ganz ungefährlich - gut, dass jeder von uns sich realistisch eingeschätzt hat! Noch nicht ganz realisierend, was in den letzten Stunden passiert war, genoss ich nach der Sauna müde, aber mit Glückshormonen überschüttet, das Abendessen und den Austausch über den Tag mit den anderen. 

Am Sonntagvormittag ging es noch einmal, wie Michi sagte, "an das Ego". Mit bis zu 37% Steigung erradelten wir uns (manche schoben ihr Rad auch Abschnittsweise) die Strecke bis zu einer Alm. 'Runter ging es flotter und Bernd sowie Markus genossen mit Michi nochmals das Fahren auf Freeride-Strecken. Gemütlich radelte die gesamte Gruppe zurück zu Hotel. Bevor wir uns am Nachmittag auf unsere Heimwege machten, zogen wir bei Kaffee, Cappuccino und Co. ein Resumeé der vergangenen Tage:

Silvi hat immer Spaß am Fahren in der Natur und wird auch im nächsten Jahr bergabwärts kaum zu bremsen sein.

Katja hat sich als Einsteigerin immer mehr zugetraut und wird uns im nächsten Jahr mit ihrem neu erworbenen Bike bergaufwärts davon fahren.

Jasmin ging an ihre Grenzen und wird sicherlich nicht wieder so viel Pech mit Wespenstichen etc. haben.

Uwe hat das Techniktraining genossen und wird sich bei nächster Gelegenheit den Herausforderungen einiger Trails stellen.

Andi (Motorcoss-Fahrer seit vielen Jahren) machte als Einsteiger ganz neue Erfahrungen auf einem nicht motorisierten Zweirad und wird auch im nächsten Jahr wieder Spaß an Grenzerfahrungen haben.

Bernd -auch Einsteiger- wird mit seinem neuen Bike schon bald die Harburger Berge unsicher machen und bestimmt auf der nächsten MTB-Reise weitere Gelände mit leuchtenden Augen befahren.

Markus, seit dem elften Lebensjahr auf dem Mountainbike und Alpenüberquerer, nahm alle Hürden mit Bravour und möchte im nächsten Jahr Level 3 und 4 fahren.

Ich bin als Einsteigerin vom Mountainbike-Fahren infiziert worden und freue mich schon jetzt auf die nächste MTB-Reise.

"2014 kommen wir wieder und bringen noch andere Neugierige mit",  war die einstimmige Meinung der gesamten Gruppe ... blaue Flecke und Glücksmomente sind garantiert!

    

 

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